Quatschologie

„Quatschologie“ lädt zu einer intensiven, spielerischen Auseinandersetzung mit der Kraft von Quatsch ein.

KONZEPT / PERFORMANCE

Kathrina Scheidtmann

Victoria McConnell

Veronica Bracaccini

Lucia Reussner

MUSIK

Sebastian Chica

TECHNISCHE UNTERSTÜTZUNG

Tamara Bettemir

KONZEPT / OUTSIDE EYE

Maria Focaraccio

Uraufführung: 27. - 28.6.2025 48 Stunden Neukölln Festival - im Saal der Brüdergemeinde Rixdorf

„Quatschologie“ ist eine Site-specific Performance mit vier bis sechs Performer:innen von FREYAS, die Tanz, Sprache und Text miteinander verbindet, um die Dynamik von Quatsch zu erforschen. Quatsch wird dabei als humorvolle, befreiende und subversive Kraft verstanden, die tief in soziale, politische und persönliche Kontexte eingreift. Inspiriert von Şeyda Kurts Buch Radikale Zärtlichkeit und ihrem Alternativen Alphabet steht der Buchstabe „Q“ im Mittelpunkt der künstlerischen Recherche: „Q wie Quatsch. Quatsch reden. Quatsch machen. Quatsch gucken.“

Dieser spielerische Zugang wird zum Ausgangspunkt einer intensiven Auseinandersetzung mit Quatsch als vielseitigem Konzept, das sowohl Leichtigkeit und Humor als auch tiefgründige Kritik und Widerstandspotential in sich birgt. Die Performance ist speziell für nicht-konventionelle Aufführungsorte wie Galerien entwickelt und entfaltet sich in zwei kontrastierenden Räumen: dem Raum der Wahrheit und dem Raum der Lüge. Diese räumliche Dualität bildet den Rahmen für dynamische Interaktionen zwischen den Performer:innen und dem Publikum. Hier verschmelzen Bewegung und Sprache zu einem sinnlichen Erlebnis, das zwischen Realität und Fiktion oszilliert. Gesprochene Texte, gesungene Passagen und choreografierte Handlungen treten in einen lebhaften Dialog, der das Zusammenspiel von Worten und körperlichem Ausdruck auf spannende Weise erfahrbar macht.

In diesem Kontext wird Quatsch nicht nur als humorvolle Erleichterung oder Ventil für Frustration verstanden. Vielmehr offenbart die Performance Quatsch als subversives Mittel, das gesellschaftliche Normen hinterfragt, Machtverhältnisse infrage stellt und als Werkzeug des Widerstands dient. Bewegungen und Gesten verdeutlichen diese transformative Kraft und schaffen eine körperliche Erfahrung, die Humor mit einer kritischen Reflexion über soziale Strukturen verbindet. Unterstützt von Videoprojektionen und Requisiten, fordert die Performance das Publikum dazu auf, Quatsch als kraftvolles Instrument für Dialog, Widerstand und Reflexion zu erkennen.

Sie stellt die Frage: Kann Quatsch als Widerstand gegen das Patriarchat dienen? Kann er helfen, gesellschaftliche Ungleichheiten humorvoll, aber kritisch sichtbar zu machen? Wie kann Quatsch neue Formen der Kommunikation und Interaktion schaffen?

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